Grau ist alle Theorie – das gilt in besonderem Maße für Zen, wo das Ende des Denkens den Beginn des Begreifens bedeuten kann. „Den einen Pfad, der überwärts in die Offene Weite hinaufführt, kann aller tausend Heiligen Überlieferung dir nicht weisen; bemühen sich Gelehrte, den WEG im Maßstab festzulegen, sind sie den Affen gleich, die nach dem Spiegelbild im Wasser greifen.“ Hakuin

Zen ist keine Lehre, die auf der Suche nach Erkenntnissen, nach Wissen, angenommen werden kann, sondern ein Weg um zu finden, durch die eigene Wahrnehmung und Erfahrung. Suchen steht immer mit einer Absicht, einem Ziel in Verbindung, engt auf dieses Ziel ein und stellt das Ich und das Ziel einander dual gegenüber. Finden heißt Erfahrung von Einheit im Urgrund des Seins, jenseits von allen Vorstellungen, von allem Wissen, von allen Lehren.

Unsere Meditationen sind kein Weg (vgl. mail: nichtWeg@mugaraito.de ), der das Ziel hat, Erleuchtung („Satori“) zu erreichen. „Es ist nicht so, dass Satori unwichtig ist, aber es ist nicht der Teil von Zen, der betont zu werden braucht“. (Shunryu Suzuki)

Viele sind auf der Suche nach Erleuchtung. In den Seminaren von MUGARAITO geht es um das Aufgeben der Suche, um Loslassen, um Absichtslosigkeit. Erst durch die Absichtslosigkeit öffnen wir uns „Wu-Wei“, dem „Nicht-Tun“, dem „Geschehen-Lassen“, das durch Aufgeben der ständigen bewussten Steuerung durch das „Ich“ die Voraussetzung für die Erfahrung von Einheit („Kensho“) schafft. Ein eigenständiges „Ich“ kann in Erfahrungen von Einheit nicht mitgenommen werden.

 „Erleuchtung wird für uns nur wirklich, wenn wir sie aus der Absichtslosigkeit heraus erfahren. Sie bleibt bloße Gedankenspielerei, wenn wir sie aus einer Vorstellung heraus anstreben.“ (MUGARAITO – Günter Weber)